Google Maps – Ganz einfach zur eigenen Karte

Über die grundlegenden Funktionen von Google Maps habe ich an dieser Stelle schon einmal berichtet. Heute soll es um das hands-on gehen. Nach dem Lesen dieses Artikels sollte jeder Nutzer dazu in der Lage sein, eine Googlekarte mit Flächen, Punkten und Informationen zu erstellen.

Wer mit den Google-Diensten arbeiten will, muss zunächst einen Google-Account anlegen. Hier kann ein neuer Account eingerichtet werden. Wenn das erledigt ist, einfach anmelden und zu Google MyMaps wechseln. Dann kann es auch schon losgehen: Zunächst sollte die Karte im linken oberen Bereich benannt werden. Danach kann im selben Menü ganz unten die Art der Kartendarstellung ausgewählt werden. Während sich bei touristischen Punkten wahrscheinlich die Satellitenansicht anbieten wird, ist eine der

Ein eindeutiger Name hilft dabei, die Karte später besser finden zu können

anderen Optionen eventuell besser geeignet, um viele Punkte darzustellen. So rücken die Punkte in den Fokus und gehen nicht unter. Einfach mal ausprobieren. Die Auswahl kann später problemlos geändert werden, ohne dass die gesetzten Punkte verloren gehen.

Der erste Punkt kann dann gesetzt werden, indem der Nutzer die Suchmaske am oberen Rand benutzt. Handelt es sich um eine bekannte Adresse, werden alle zur Verfügung stehenden Informationen zu dem Unternehmen, Restaurant oder der öffentlichen Einrichtung angezeigt. Mit dem Klick auf „Zur Karte hinzufügen“ wird der Punkt übernommen und die Suche kann weitergehen.

Alternativ dazu kann man Punkte auch manuell setzen, in dem man das entsprechende Symbol unterhalb der Suchleiste anklickt, sich den Punkt auf der Karte sucht, und dann mit Linksklick den Pin positioniert. Auf diese Weise können nicht nur kleine Punkte, sondern auch Areale markiert werden. Dazu muss man die Schaltfläche „Linie zeichnen“ auswählen. Durch Ziehen und Klicken der Maus können nun Bereiche markiert werden, um etwas ein Baugebiet, eine landwirtschaftliche Fläche oder einen Wahlbezirk zu markieren.

Jedem Punkt können Informationen hinzugefügt werden. Auch Bilder können hier eingebunden werden.

Die erstellten Punkte und Flächen können später noch mit Infos versehen werden. Nur dadurch ergibt sich der eigentliche Mehrwert einer solchen Karte. Fortgeschrittene Nutzer können die Punkte in verschiedene Kategorien bzw. verschiedene Ebenen unterteilen. Alle markierten Stellen auf der Karte werden im linken Bereich angezeigt. Hier können auch neue Ebenen erstellt und per Drag-and-Drop mit Inhalten gefüllt werden.

Die Königsdisziplin bei Google Maps ist das verknüpfen von langen Datenreihen in Fusion Tables, die dann in Maps angezeigt werden können. Wer sich diesem Bereich widmet, steht schon knietief im Bereich des Datenjournalismus. Ein spannendes Feld, dass aber einiges an Geschick und den sicheren Umgang mit Tabellen und Maps voraussetzt. Hier ein Beispiel : Wohnkosten im Ruhrgebiet Diese Visualisierung von Wohnkosten zeigt, dass aus seitenlangen Tabellen, greifbare Geschichten werden können. Nur durch eine Auswertung in der auch die Geodaten Niederschlag finden, werden Zusammenhänge von Wohnort und Naherholungsgebieten, Autobahnanbindungen und Industriegebieten deutlich.

Es lohnt sich auf jeden Fall, ein paar Stunden in Google Maps zu investieren, um die Möglichkeiten dieses Tools kennen zulernen. Abseite der Arbeit kann man Maps auch dazu nutzen, seine Lieblingstouren mit dem Fahrrad, die schönsten Stellen am Urlaubsort oder die Lieblingsrestaurants in der Region zu markieren und mit anderen zu teilen.

Ein kurzes Einführungsvideo zu Google Maps gibt es hier.

Viel Spaß beim Ausprobieren.